AIYIMA S500 Regallautsprecher 100W Bluetooth 5.0 HiFi-Aktivlautsprecher mit SUB-Ausgang, Koaxialem/Optischem/Cinch-Eingang, für Heim-Audio-Computer-TV-Spiel
$ 59.09
Diese kleinen Lautsprecher haben, subjektiv beurteilt, eine recht gute (nicht: überragende) Klangtreue, sind also einigermaßen verzerrungsarm.Da sie ihres geringen Volumens und ihrer geringen Membranfläche wegen kaum Bass reproduzieren, ist ihr Tiefpass-gefilterter analoger Subwoofer-Signalausgang besonders hilfreich. Ich habe ihn mangels Subwoofer nicht getestet, gehe aber davon aus, dass seine obere Grenzfrequenz auf die untere der Lautsprecher abgestimmt ist. Um zur Not auch ohne Subwoofer als vollwertige Lautsprecher akzeptiert werden zu können, wurden Bassreflexrohre verbaut. Dennoch darf die Angabe „Frequency Response: 60Hz-20kHz“ aus der Anleitung vehement angezweifelt werden.Die Lautsprecher werden zwar als Aktivlautsprecher angepriesen, also als solche mit eingebautem Verstärker, aber leider ist sämtliche Elektronik inklusive Stereo-Verstärker in nur einer der Boxen verbaut. Die zweite ist eine Passivbox, die mittels Cinchkabel (!) an die Aktivbox angeschlossen wird. Die Bezeichnung „Aktivlautsprecher“ für einen Aktiv- und einen Passiv-Lautsprecher ist also irreführend.Echte Aktivlautsprecher haben jeder einen eigenen eingebauten Verstärker, um die Kabelverbindung zwischen Verstärker und Chassis auf wenige Zentimeter zu verkürzen. Und wirklich hochwertige Boxen, die die Vorteile des Aktivprinzips ausreizen, bieten für jedes Chassis einen eigenen Verstärker, kombiniert mit aktiven Filtern vor den Verstärkern, so dass auf passive Filter zwischen Verstärker und Chassis verzichtet wird. Diesem Prinzip folgt die Aiyima S500 *nicht* – was für 125 Euro auch nicht zu erwarten war. Dennoch: nicht wirklich „Aktivlautsprecher“.Die Lautsprecher bieten vier Arten von Signaleingängen: Analog über Cinch, digital über TOSLINK (S/PDIF optisch), digital über USB (Stick), digital über Bluetooth.Getestet habe ich via Bluetooth und TOSLINK, also über zwei digitale Schnittstellen. Beide klingen subjektiv gleich. Die Boxen klingen bei gemäßigter Lautstärke verzerrungsarm, bei höherer Lautstärke hingegen etwas angestrengt. Sie zeigen keine akustisch auffälligen Unregelmäßigkeiten im Frequenzgang.Statt der Einsteller für Bass und Treble (je ±6dB) hätte ich mir einen einzigen für Loudness (gehörrichtige Lautstärke-Entzerrung) gewünscht.Das Design mit der silbern kaschierten Verbindung zwischen den Chassis soll wohl näckisch wirken. Ich finde es eher albern und hässlich. Auch finde ich die Kombination aus silbern und golden unpassend. Aber für das missratene Design habe ich nicht abgewertet.Die Boxen verfügen über keine Schutzabdeckung. Keine zu verwenden kommt zwar der Klangtreue, speziell der Hochtonwiedergabe, zugute, aber abnehmbare Abdeckungen mit akustisch transparentem Stoff oder feinem Lochblech wären schon wünschenswert für Umgebungen, in denen die empfindlichen Chassis eines Schutzes bedürfen.Die Fernbedienung steuert alles, was sinnvoll steuerbar ist (Ein-Aus, Mute, Lautstärke, Signalquelle), im Falle von USB- oder Bluetooth-Wiedergabe auch Play/Pause/Vorheriger Track/Nächster Track.Die Anleitung ist spartanisch karg. Ich hätte mir z. B. eine Erläuterung der Modi „MOVIE“, „MUSIC“ und „DIALOG“ gewünscht.Die aktive Box wird aus einem 21V/1,5A-Steckernetzteil mit einem 1,5m langen dünnen Käbelchen und Hohlstecker mit Energie versorgt. Angaben zur RMS-Leistung sucht man vergebens.Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist eher mäßig. Es gibt Boxen mit besserem PLV und ähnlichen oder besseren Qualitäten. Eher keine Kaufempfehlung.
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